Mode-, Schuh- und Lederwarenhandel verlieren seit 2019 über 43.000 Mitarbeiter
Seit 2019 haben der Mode-, Schuh- und Lederwarenhandel über 43.000 Mitarbeiter verloren.
Laut der Bundesagentur für Arbeit arbeiteten am 31. Dezember 2022 noch 195.326 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Bekleidungshandel. Davon gingen 71.413 ihrer Arbeit in Vollzeit nach. Weitere 86.981 Arbeitnehmer waren zudem geringfügig entlohnt.
Demnach waren Ende 2022 insgesamt 281. 525 Menschen im Fashionhandel abhängig beschäftigt.
Im selben Zeitraum kam es im Vorjahr (Stichtag 31.12.2021), wo der Verkauf am Jahresende noch stark von Corona-Beschränkungen behindert war, zwar zu einen Anstieg der Zahl der Beschäftigten um knapp 4.000 Arbeitnehmer, was einem Plus von 1,4 Prozent entsprach, im gleichen Zuge aber auch zu einem Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund 1.000 Arbeitnehmer. Das war ein Minus von 0,5 Prozent.
Zu erwähnen gilt in diesem Zusammenhang, dass der in diesem Jahr stattgefundene Anstieg der Beschäftigten ausschließlich mit einem Zuwachs der geringfügig Beschäftigten zu tun gehabt hatte.
Ende 2019 waren noch insgesamt 312.247 Menschen im Bekleidungshandel tätig. Davon waren 217.870 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, wobei 82.180 dabei in Vollzeit arbeiteten und 92.973 geringfügig angestellt waren.
Zusammen waren das also 30.722 Beschäftigte mehr als Ende 2022.
Damit hat der Bekleidungshandel in den letzten drei Jahren insgesamt 9,8 Prozent seiner Mitarbeiter verloren.
Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war der Personalverlust mit einem Rückgang von 10,9 Prozent sogar noch stärker. Die zahlreichen Insolvenzen und Geschäftsaufgaben der letzten Jahre dürften definitiv auf diese Entwicklung einen großen Einfluss gehabt haben.
Der Schuheinzelhandel hatte einen noch höheren Mitarbeiterverlust zu verzeichnen. Seit Ende 2019 ging die Zahl der Beschäftigten um 11.361 Personen bzw. 18,6 % auf zuletzt 49.768 Beschäftigte zurück.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank um 14,0 Prozent.
Im Lederwareneinzelhandel ging die Zahl der Beschäftigten seit Ende 2019 um 1.034 Personen bzw. 15,5 Prozent auf zuletzt 5.626 zurück.
Zusammengefasst haben also alle drei Branchen damit innerhalb von drei Jahren über 43.000 Mitarbeiter verloren!
Quelle:
BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren
Weinsbergstr. 190
50825 Köln
Die letzten Artikel
Rewe testet kassenlose Märkte und Drive-in-Abholung. Was bedeutet das für den Einzelhandel?
Der Lebensmittelriese Rewe erprobt gerade zwei neue Einkaufskonzepte, die den Supermarktbesuch grundlegend verändern könnten. Für den mittelständischen Einzelhandel lohnt ein genauer Blick auf beide Modelle. Pick & Go: Einkaufen ohne klassische Kasse In Hannover hat Rewe bereits den siebten Testmarkt mit seiner Pick&Go-Technologie eröffnet. Auf rund 650 Quadratmetern können Kunden wie gewohnt einkaufen, ohne die Produkte an der Kasse einzeln zu scannen. Hinter dem System steckt der Technologiepartner Trigo Vision, der mithilfe von Computer-Vision eine digitale 3D-Karte des Marktes erstellt und damit Warenbewegungen präzise erkennt. Am Bezahlterminal erscheint der Einkauf automatisch auf dem Display. Der Kunde prüft die Liste, bezahlt per
Fußverkehrs-Check Bad Neuenahr-Ahrweiler: Mehr Aufenthaltsqualität für Handel und Innenstadt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kurstadt an der Ahr gehört zu den zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr am Fußverkehrs-Check des Landes teilnehmen. Unter dem Motto „Gut zu Fuß in
Tarifrunde Einzelhandel RLP: Arbeitgeber strecken den Arm aus – ver.di lehnt ab
Mainz, v.l.n.r.: Dr. Nelly Gerig, Dr. Thomas Scherer, Monika Di Silvestre, Stefan Prinz In der zweiten Runde der Entgelttarifverhandlungen für den Einzelhandel in Rheinland-Pfalz haben die Arbeitgeber heute in Mainz ein konkretes Angebot vorgelegt. Die ver.di-Arbeitnehmerkommission wies es als unzureichend zurück. Ein Angebot mit klarer Botschaft Die Arbeitgeberseite bietet eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent in zwei Stufen an – bei einer Laufzeit von 24 Monaten: 2 Prozent ab dem 1. November 2026, weitere 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027. Gleiches gilt für den Tarifvertrag Warenverräumung sowie für die Ausbildungsvergütungen, die entsprechend angepasst werden. Verhandlungsführerin Dr. Nelly Gerig

