Aufklärungskampagne 2026 • Dropshipping

Der ehrlichste Shop der Welt

Kartenakzeptanz im Handel: Neue Debitkarten sorgen für Probleme

Kartenakzeptanz im Handel: Neue Debitkarten sorgen für Probleme

Veröffentlicht am: 23. Oktober 2023

Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert, dass Karteninhaber bei der Zusendung ihrer neu gestalteten Standardkarte zum Bankkonto offenbar nicht vollständig informiert werden.

Immer mehr Banken geben ihren Kunden eine Debitkarte für ihr Konto aus, die ausschließlich ein globales Zahlungssystem wie Visa oder Mastercard enthält.
Dies führt zu Problemen im stationären Handel, da nicht alle Händler diese globalen Kartensysteme akzeptieren.

„Die meisten Händlerinnen und Händler setzen nach wie vor auf das bewährte girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft. Dennoch geben einige Institute ihren Kunden Karten an die Hand, ohne bekannte Problematiken anzusprechen und lassen sie mit entstehenden Problemen allein“, kritisierte Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr.

Dabei wissen die Kreditinstitute, wie der HDE betont, sehr genau um die aktuelle Situation der Kartenakzeptanz im Handel.

„Im stationären Handel gibt es heutzutage eine sehr hohe Ausstattung mit Zahlungsterminals. Beinahe alle stationären Terminals akzeptieren dabei die girocard. Dass einige Händler die globalen Kartensysteme aus Kostengründen nicht akzeptieren, muss auch den Banken bekannt sein. Dennoch setzen einige Institute auf eine Karte, die ihren Kunden nicht die volle Handlungsfreiheit gibt“, so Binnebößel weiter.

Beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gingen nach einem Verbraucheraufruf 1.745 Problemschilderungen von Debitkarten-Besitzern ein. Die Verbraucher melden Probleme bei der Akzeptanz in Geschäften, im Hotel, beim Erhalt von Bargeld an der Ladenkasse und im Ausland.
Die geschilderten Probleme hängen nach Ansicht des vzbv teilweise mit den schlechten oder unzureichenden Informationen der kartenausgebenden Banken zusammen. Diese führen dazu, dass Kunden Leistungen von ihren Karten erwarten, die diese nicht erfüllen.

Nicht nur die Beschwerden von Debitkarten-Inhabern auch die Kosten der Kartenzahlung haben im stationären Handel in den letzten Monaten stark zu genommen.
Nach Angaben des HDE sei dieser mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf die zunehmende Anzahl von Debitkarten globaler Anbieter zurückzuführen.
Die Akzeptanz einer Debitkarte der globalen Anbieter kann für den Handel bis zu viermal höhere Kosten verursachen als die Akzeptanz von einer girocard.
Zudem bedeutet, wie der HDE weiter ausführt, die Akzeptanz von Debitkarten, dass gleichzeitig auch Kreditkarten dieser Anbieter akzeptiert werden müssen, was mit noch höheren Kosten verbunden sein kann.
„Grund genug für einige Händlerinnen und Händler, sich gegen eine Akzeptanz zu entscheiden“, betonte Binnebößel.

Als Lösung des Problems schlägt der HDE vor, den Kontoinhabern eine so genannte Co-Branding-Karte auszugeben.
Diese Karte enthält neben der girocard-Funktion ein weiteres System der US-Anbieter.
„Die meisten Banken aus dem Sparkassen- und Volksbankenbereich haben sich für diese kundenfreundliche Variante entschieden. Andere Banken müssen sich die Frage gefallen lassen, warum sie dies nicht tun“, fügte Binnebößel hinzu.

 

Quelle:
Handelsverband Deutschland – HDE e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin

Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Rudi-Dutschke-Str. 17
10969 Berlin

Die letzten Artikel

Abschaffung der Minijobs: HDE warnt vor „gefährlichem Irrweg“ in der Rentenreform

25. Juni 2026|HVSUEW, Politik, Top News|

Die Rentenkommission hat ihren Abschlussbericht mit 33 Empfehlungen vorgelegt. Einer der weitreichendsten Vorschläge: Beitragsfreie Minijobs sollen weitgehend abgeschafft werden. Der Handelsverband Deutschland (HDE) reagiert mit scharfer Kritik und warnt vor massiven Jobverlusten im Einzelhandel. „Das vernichtet hunderttausende Jobs im Einzelhandel“ Die Alterssicherungskommission hat ihren 80-seitigen Bericht am 23. Juni an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas übergeben. Einer der zentralen Vorschläge: Minijobs sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen und ihr steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sonderstatus abgeschafft werden. Ausnahmen sollen nur noch für Schüler gelten. Betroffen wären potenziell bis zu 6,8 Millionen Menschen. Der HDE lehnt diesen Vorschlag entschieden ab. „Die weitgehende

KI-Kennzeichnungspflicht ab August: Kein reines Online-Thema

25. Juni 2026|HVSUEW, Top News|

Ab dem 2. August 2026 müssen Unternehmen offenlegen, wenn nach außen gerichtete Inhalte von einer KI erzeugt wurden. Die Regel betrifft nicht nur den Onlinehandel. Wer KI für Social Media, Website oder Kundenkommunikation nutzt, ist in der Pflicht. Wer ein Ladengeschäft in der Fußgängerzone betreibt und keinen Onlineshop hat, fühlt sich von EU-Digitalregeln meist nicht angesprochen. Bei der neuen Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte aus Artikel 50 des EU AI Act ist das anders. Die Regel gilt für jeden, der künstliche Intelligenz im geschäftlichen Kontext einsetzt und damit Inhalte produziert, die Kunden zu sehen bekommen. Was genau ab August gilt Die Kennzeichnungspflicht

Webinarreihe „Der Handel von morgen“: Sechs Termine bis Dezember

22. Juni 2026|Events, HVSUEW, Top News|

Webinarreihe. Ab dem 24. Juni unterstützt das Mittelstand-Digital Zentrum Handel gemeinsam mit der IHK Darmstadt Händler dabei, mit den aktuellen Entwicklungen im Handel Schritt zu halten. Sechs kostenfreie Webinare vermitteln bis zum 2. Dezember praxisnahes Wissen zu KI, Social Media, E-Commerce, IT-Sicherheit, GEO und Payment. Von Social Commerce bis Kartenzahlung Der Handel verändert sich schneller, als viele Betriebe ihre Prozesse anpassen können. Neue Technologien, veränderte Kundenerwartungen und ein zunehmend digitaler Vertrieb stellen den Mittelstand vor Herausforderungen, die sich kaum noch ignorieren lassen. Genau hier setzt die Webinarreihe „Der Handel von morgen“ an. In sechs Online-Sessions zeigt das Mittelstand-Digital Zentrum Handel, wie

Nach oben