Einzelhandel will weiterhin Bargeld akzeptieren – aber es gibt Probleme

Einzelhandel will weiterhin Bargeld akzeptieren – aber es gibt Probleme

Veröffentlicht am: 14. Januar 2026Kategorien: Fakten, HVMITTE, HVSUEW, Top News

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erklärt, dass Kunden in Geschäften weiterhin mit Bargeld bezahlen können. Auch wenn es immer mehr Selbstbedienungskassen gibt, bieten fast alle Läden noch die Möglichkeit zur Barzahlung an. Allerdings wird es immer schwieriger und teurer für die Händler, das Bargeld zu verwalten.

Warum Geschäfte Bargeld akzeptieren

„Die Kunden entscheiden, ob Bargeld wichtig ist“, sagt Ulrich Binnebößel vom HDE. Viele Menschen zahlen noch immer bar, deshalb bieten die Händler diese Option an. Gleichzeitig bezahlen aber immer mehr Kunden mit Karte oder Smartphone. Trotzdem wird der Einzelhandel auch in Zukunft nicht auf Bargeld verzichten können, weil es einen starken Wettbewerb gibt und die Geschäfte auf die Wünsche aller Kunden eingehen müssen.

Selbstbedienungskassen ohne Bargeld sind die Ausnahme

Zwar gibt es immer mehr SB-Kassen, bei denen man nicht bar zahlen kann. Aber laut HDE verzichtet kein einziger Markt komplett auf Bargeld. Von den knapp 300.000 Einzelhandelsgeschäften in Deutschland haben nur etwa 11.000 SB-Kassen – das sind gerade mal 3,7 Prozent. Selbst im Lebensmittelhandel, wo es mehr SB-Kassen gibt, liegt die Quote nur bei 16 bis 17 Prozent.

Die Probleme mit der Bargeldversorgung

Der HDE warnt vor steigenden Kosten und Schwierigkeiten beim Umgang mit Bargeld. Banken schließen Filialen, die Bearbeitung wird teurer und viele Banken konzentrieren sich lieber auf bargeldlose Zahlungen. Auch bei den Geldtransport-Firmen gibt es weniger Wettbewerb, was die Preise nach oben treibt. „Wir müssen die Bargeldversorgung sichern, damit Geschäfte auch künftig Bargeld annehmen können“, betont Binnebößel.

Eine gesetzliche Pflicht zur Bargeldannahme hält der HDE für den falschen Weg. Das würde nur mehr Bürokratie schaffen, die angesichts der wackeligen Infrastruktur kaum umsetzbar wäre. Stattdessen sollten alle Beteiligten zusammenarbeiten, um eine funktionierende und bezahlbare Bargeldversorgung zu erhalten. Das Nationale Bargeldforum, eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Bundesbank, arbeitet bereits an Lösungen für diese Probleme.

(Text: HDE/hv/ks; Bild: AdobeStock_99449927)

Die letzten Artikel

Kreisstadt ruft zur Teilnahme am „Heimat shoppen“ auf

16. Juni 2025|Saarland, Top News|

Neunkirchen. Die Kreisstadt lädt alle Neunkircher Einzelhändlerinnen und -händler, Gewerbetreibenden und Gastronomen zur Teilnahme an der Aktion „Heimat shoppen“ der IHK Saarland ein. Die Aktionstage finden in diesem Jahr am 12. und 13. September statt. Ziel der Kampagne ist die aktive Förderung des Erhalts lebendiger, vielfältiger und wirtschaftlich starker Innenstädte an Saar und Blies. An den Aktionstagen soll die Aufmerksamkeit verstärkt auf die zentrale Bedeutung lokaler Unternehmen gelenkt – und deren Leistung sichtbar gemacht sowie besonders wertgeschätzt werden. Händlerinnen und Händler, Gastronomen und Gewerbetreibende können die Aktion nutzen, um gemeinsam mit anderen Unternehmen zu zeigen, was Neunkirchen zu bieten hat.

Expertise von Fußgängerinnen und Fußgängern gefragt – Erste Ortsbegehung im Rahmen des Fußverkehrs-Checks am 24. Juni

16. Juni 2025|Top News|

Kaiserslautern. Die Route steht fest, am 24. Juni um 17 Uhr ist es soweit. Die erste Ortsbegehung im Rahmen des aktuell laufenden Fußverkehrs-Checks in Kaiserslautern beginnt. Die 1,6 Kilometer lange Route wird an insgesamt sieben Stationen über den Bännjerrück führen, im Fokus steht das Thema Barrierefreiheit. Die Route basiert auf den Wünschen und Anregungen aus der Bürgerschaft aus dem ersten Workshop, der im Mai stattfand. Eine Teilnahme an der Begehung ist aber freilich auch für Bürgerinnen und Bürger möglich, die am Auftaktworkshop nicht teilnehmen konnten. Die Verwaltung und das beauftragte Planungsbüro freuen sich über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Auch die

Fußverkehr in Zweibrücken – Fortsetzung des Fußverkehrs-Checks mit einer öffentlichen Begehung

13. Juni 2025|Top News|

Zweibrücken. Als eine von zehn Kommunen nimmt die Stadt Zweibrücken in diesem Jahr an den Fußverkehrs-Checks Rheinland-Pfalz teil. Unter dem Motto „Schritt für Schritt zu attraktiven Ortszentren“ wird der Fußverkehr in Zweibrücken gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und der Verwaltung genau unter die Lupe genommen. Der erste Beteiligungsbaustein war der gut besuchte Auftaktworkshop im Mai. Nun geht der Fußverkehrs-Check mit zwei Begehungen in die nächste Runde. Die erste Begehung in der Umgebung der Innenstadt führt über die Landauer Straße, entlang des Bleicherbachs, über die Saarlandstraße zur Rosengartenstraße. Von dort geht es über die Gutenbergstraße und den Schlossplatz bis

Nach oben