Aufklärungskampagne 2026 • Dropshipping

Der ehrlichste
Shop der Welt

Zum ehrlichsten Shop der Welt

Jede 15. Bestellung im deutschen Online-Handel geht heute an Temu, Shein oder AliExpress. Was wie ein Schnäppchen wirkt, ist oft das Ergebnis eines Systems, das die Spielregeln des fairen Wettbewerbs gezielt umgeht – auf Kosten von Verbrauchern, Händlern und der Umwelt. Diese Seite klärt auf: Was steckt wirklich hinter den günstigen Preisen?

Was ist die Kampagne?

Täuschend echt –
und bewusst so.

Hintergrund

14,4 Millionen Deutsche haben 2024 bei Temu oder Shein eingekauft. Täglich kommen allein von diesen beiden Plattformen rund 400.000 Pakete in Deutschland an. Die Preise sind verlockend, die Werbung professionell – und die Risiken für viele unsichtbar.

Der Handelsverband Südwest e. V. hat gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz eine Aufklärungskampagne entwickelt, die genau dort ansetzt, wo die Gefahr beginnt: in den sozialen Netzwerken. Zehn Kurzfilme auf Instagram und TikTok zeigen, wie leicht man sich von typischen Dropshipping-Angeboten täuschen lässt – bewusst überspitzt, mit Humor und gezielter Irritation. Wer auf die Werbung klickt, landet auf einer Seite, die zunächst wie ein normaler Online-Shop aussieht. Erst beim Weiterscrollen wird klar: Das hier ist Aufklärung, keine Werbung.

Dropshipping

Filme

10 Filme. Ein Thema. Ihre Aufmerksamkeit

Weitere Videos zur Kampagne

Warum ist das wichtig?

Warum ist das wichtig? – Die Risiken

Die 6 Risiken

  • Deutsche Händler zahlen Zölle, halten CE-Kennzeichnungspflichten ein und unterliegen strengen Verbraucherschutzregeln – Temu und Shein in vielen Fällen nicht
  • Keine nachweisbaren Umwelt- und Arbeitsstandards bei asiatischen Plattformen
  • Regelmäßige Verstöße gegen EU-Schadstoffgrenzwerte (REACH, RoHS) dokumentiert
  • Mehrfache Abmahnungen wegen Verbraucherschutzverstößen
  • Bundeskartellamt eröffnete im August 2025 ein Verfahren gegen Temu wegen wettbewerbsbeschränkender Händlervertragsklauseln
  • Die 150-Euro-Zollfreigrenze war für Privatpakete gedacht – wurde von asiatischen Plattformen zu einem industriellen Massengeschäft ausgebaut
  • Laut EU-Kommission ist bei 65 % der Pakete aus China der Warenwert bewusst zu niedrig angegeben
  • Größere Bestellungen werden gezielt auf Kleinstpakete aufgeteilt, um unter der Freigrenze zu bleiben
  • Ab Juli 2026: EU-Pauschalabgabe von 3 Euro pro Warenkategorie
  • Ab 2028: Zollpflicht ab dem ersten Euro, Freigrenze entfällt vollständig
  • Künftig haften die Plattformen selbst als sogenannte „Deemed Importer“ gegenüber dem Zoll, nicht mehr der Endverbraucher
  • 14,4 Millionen Deutsche kauften 2024 bei Temu oder Shein – jede 15. Online-Bestellung geht an eine asiatische Plattform
  • Täglich kommen allein von Temu und Shein rund 400.000 Pakete in Deutschland an
  • Chinesische Plattformen wuchsen 2025 mit 27,2 % – der Gesamtmarkt nur um 3,2 %
  • 30 % des gesamten E-Commerce-Wachstums entfallen auf diese Plattformen, trotz extremer Niedrigpreise
  • EU-weit: 12 Millionen Pakete täglich unter 150 Euro Warenwert, davon 91 % aus China
  • Stiftung Warentest testete 2025 insgesamt 162 Produkte von Temu und Shein
  • 68 % erfüllten die EU-Sicherheitsstandards nicht, rund ein Viertel gilt als potenziell gefährlich
  • Zwei Shein-Halsketten: Cadmium-Gehalt überschreitet den Grenzwert um das 8.500-fache
  • 52 von 54 USB-Ladegeräten nicht EU-konform, Geräte erhitzten sich auf bis zu 88 Grad Celsius
  • Temu-Babytücher: Formaldehydgrenzwerte überschritten
  • Spielzeug: Erstickungsgefahr durch lösbare Kleinteile, fehlende Warnhinweise auf Verpackungen
  • Empfehlung Stiftung Warentest: Temu- und Shein-Ladegeräte sofort entsorgen
  • Cadmium (Shein-Schmuck): Von der WHO als krebserregend eingestuft, besonders gefährlich für Kleinkinder bei oralem Kontakt
  • Formaldehyd (Temu-Babytücher): Ebenfalls krebserregend, besonders riskant für Neugeborene
  • Nickel (Schmuck beider Plattformen): Verursacht Kontaktallergien und chronische Hautentzündungen
  • Überhitzte USB-Ladegeräte: Brandgefahr und Stromschlaggefahr durch beschädigte Isolierungen
  • Erstickungsgefahr bei Babyspielzeug durch sich lösende Kleinteile – verstößt gegen EU-Spielzeugrichtlinie
  • Dark Patterns: Künstliche Countdown-Timer, Confirmshaming-Pop-ups und Gamification sind in der EU verboten
  • Beide Plattformen vom Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt, Unterlassungserklärungen abgegeben
  • Empfehlungsalgorithmen intransparent, keine leicht zugängliche profilfreie Option
  • Drittanbieter unvollständig erfasst – Adressen und Unternehmensangaben fehlen häufig
  • Urheberrechtsverletzungen: Viele Produkte sind 1:1-Kopien geschützter Designs europäischer Hersteller
  • EU-Kommission stellte im Juli 2025 vorläufig DSA-Verstöße bei Temu fest – Bußgelder bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes möglich

Tipps & Weiterführendes

So schützen
Sie sich
beim Online-Kauf.

Beim Online-Kauf – besonders auf großen Marktplätzen und in sozialen Netzwerken – lohnt es sich, kurz innezuhalten, bevor man auf „Jetzt kaufen“ drückt. Ein paar einfache Fragen helfen dabei:

Gibt es einen EU-Ansprechpartner, wenn etwas schiefgeht? Ist eine CE-Kennzeichnung vorhanden und nachvollziehbar? Handelt es sich um einen direkten Verkauf oder um einen anonymen Drittanbieter? Sind die Bewertungen glaubwürdig und überprüfbar? Wirbt die Seite mit künstlichem Zeitdruck oder unrealistischen Rabatten?

Wer bei einem deutschen Händler oder in einem lokalen Geschäft kauft, hat im Schadensfall immer einen greifbaren Ansprechpartner – und trägt dazu bei, Arbeitsplätze und faire Strukturen in der Region zu erhalten.

🔍 Woran erkenne ich einen seriösen Onlineshop?

Verbraucherzentrale

BSI – Woran erkenne ich sichere Onlineshops?

⚠️ Gefährliche Schnäppchen

Stiftung Warentest

📈 Online-Handel in Deutschland wächst weiter

n-tv

🇪🇺 EU reguliert Billigpakete aus Drittländern

Stiftung Warentest

⚖️ Rechte beim Online-Kauf aus Drittstaaten

Verbraucherzentrale

📌 Weiterführende Informationen

Handelsverband Deutschland (HDE)

🖥️ Medienanstalt RLP – Medienkompetenz

Medienanstalt Rheinland-Pfalz: Medienkompetenz

Gemeinsam für mehr Verbraucherschutz

Partner

Diese Kampagne ist ein gemeinsames Projekt des Handelsverbands Südwest e. V., der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Alle drei Organisationen bringen ihre jeweilige Expertise ein: Handelspolitik, Verbraucherrecht und Medienkompetenz. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.