HDE-Konsumbarometer im Januar: Verbraucherstimmung trübt sich wieder ein
Die Verbraucherstimmung trübt sich nach Jahreswechsel wieder ein. Das hat das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) ergeben.
Der Pessimismus bei den Verbrauchern hat wieder zugenommen.
Nachdem sich die Verbraucherstimmung Ende 2023 verbessert hatte, trübt sie sich nach dem Jahreswechsel wieder ein. Die Verbraucher blicken, wie das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt, wieder pessimistischer in die Zukunft.
Im Vergleich zum Vormonat sinkt der Index, bleibt aber weiterhin über seinem Vorjahresniveau.
Die aktuelle Unsicherheit der Verbraucher hält sich weiterhin hartnäckig. Vor allem die haushaltspolitischen Entwicklungen und die konjunkturellen Aussichten sorgen derzeit für eine gedämpfte Stimmung.
Die Kaufzurückhaltung, die Händler bereits im Weihnachtsgeschäft zu spüren bekommen hatten, dürfte in den ersten Wochen des neuen Jahres 2024 anhalten.
Zwar ist die Anschaffungsneigung höher als noch vor einem Jahr, im Vergleich zum Vormonat ist allerdings ein deutlicher Rückgang zu sehen.
So gut wie keine Veränderung herrscht dagegen bei der Sparneigung der Verbraucher. Diese steigt im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig an. Eine große Rolle spielen hier vermutlich insbesondere Unsicherheiten hinsichtlich möglicher zusätzlicher finanzieller Belastungen.
Vor diesem Hintergrund wird sich der private Konsum in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich zunächst zurückhaltend entwickeln.
Der Blick auf die Erwartungen der Verbraucher bezüglich ihres Einkommens bestätigt ihre finanziellen Unsicherheiten. Sie gehen davon aus, dass ihr frei verfügbares Einkommen bald schrumpfen wird.
Obwohl am Arbeitsmarkt weiterhin kein deutlicher Einbruch zu sehen ist, fehlen die Signale einer Verbesserung der aktuellen Lage. Zudem bereiten die haushaltspolitischen Beschlüsse der Bundesregierung den Verbrauchern Kopfschmerzen. Denn diese bringen spürbare Belastungen für die Verbraucher etwa bei den Energiekosten mit sich. Sowohl aktualisierte Konjunkturprognosen als auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher zeigen, dass auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein positiver Impuls zu erwarten ist.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher starten somit eher mit Pessimismus in das neue Jahr.
Da sich die Verbraucherstimmung nach dem Jahreswechsel deutlich eintrübt und bei Anschaffungen die Zurückhaltung die Oberhand hat, kommt der private Konsum Anfang 2024 nicht in Schwung. Zu erwarten ist eine vorerst zurückhaltende Entwicklung von Konsum und Gesamtwirtschaft.
Interessierte finden hier weitere Informationen.
Quelle:
Handelsverband Deutschland (HDE)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
8.01.24
Die letzten Artikel
Tag der Landesplanung 2026: Handelsverband Südwest im Austausch mit Politik und Wissenschaft
Am 31. August 2026 fand im LUX-Pavillon der Hochschule Mainz erstmals der „Tag der Landesplanung“ statt, ein neues Dialogformat des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz. Für den Handelsverband Südwest nahm Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Scherer teil und vertrat damit die Interessen der rund 15.000 Mitgliedsunternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auftakt für ein neues, kontinuierliches Format Mit dem „Tag der Landesplanung“ hat das Land ein Format etabliert, das künftig regelmäßig stattfinden und den Dialog über aktuelle Herausforderungen der Raumplanung fördern soll. Themen wie das Landeswindenergiegebietegesetz, das Projekt „Turboflächen“, die Novelle des Raumordnungsgesetzes sowie die Neuaufstellung des Landesentwicklungsprogramms stellen derzeit
PPWR-Konsultation: Frist für Feedback läuft bis 10. September
Die Europäische Kommission hat einen Entwurf zur Durchführungsverordnung zu Art. 44 der EU-Verpackungsverordnung (PPWR, EU 2025/40) veröffentlicht. Bis zum 10. September 2026 können Stellungnahmen zu dem Entwurf direkt bei der EU-Kommission eingereicht werden. Der Entwurf legt einheitliche Formate für die nationalen Herstellerregister und die Meldepflichten von Produzenten fest. Betroffen sind vor allem Hersteller und Inverkehrbringer von Verpackungen, etwa im Zusammenhang mit Eigenmarken oder Importware. Feedback einreichen Frist: 10. September 2026, Mitternacht (Brüsseler Zeit) Link zur Konsultation hier. Wer als Unternehmen von den geplanten Registrierungs- und Meldepflichten betroffen sein könnte, hat jetzt die Möglichkeit, direkt Rückmeldung zu geben. (Text: Handelsverband Südwest e.
Gewährleistung und Garantie: Neue EU-Label werden ab 27. September Pflicht
Ab dem 27. September 2026 müssen Händler zwei neue EU-Label einsetzen, die Kunden über gesetzliche Gewährleistung und freiwillige Herstellergarantien informieren. Die Regelung ist bereits beschlossen, jetzt ist Handeln gefragt. Die EU hat mit der sogenannten EmpCo-Richtlinie zwei neue Kennzeichnungspflichten eingeführt: das Gewährleistungslabel und, unter bestimmten Voraussetzungen, das Garantielabel. Beide sind Teil eines bereits verabschiedeten Gesetzes. Wie die Label genau aussehen müssen, legt eine eigene EU-Verordnung fest. Ab dem Stichtag gilt die Pflicht ohne Übergangsfrist. Zwei Label mit unterschiedlichem Aufwand Das Gewährleistungslabel betrifft praktisch jeden Betrieb, der Waren an Verbraucher verkauft. Es weist auf die gesetzliche Mängelhaftung von mindestens zwei Jahren hin,

