Handelsverband Südwest: Koblenz überzeugt im Ranking der Innenstadt-Attraktivität
Koblenz. Die Koblenzer Innenstadt hat bei einer groß angelegten Passantenbefragung in 107 deutschen Städten herausragende Werte erzielt. Die Studie „Vitale Innenstädte 2024“ des IFH Köln, an der 60.000 Personen teilnahmen, zeigt, dass Koblenz mit einer Durchschnittsnote von 2,0 in der Gesamtbewertung überdurchschnittlich gut abschneidet. Besonders beeindruckend: Die Stadt wird doppelt so häufig als empfehlenswert beurteilt wie der Gesamtschnitt der anderen Städte.
Warum kommen die Menschen nach Koblenz?
Einkaufen und die Gastronomie sind die Hauptmotive für einen Innenstadtbesuch. Auch das Freizeit- und Kulturangebot wird als sehr gut bewertet, spielt aber eine geringere Rolle als Handel und Gastronomie. Das zeigt, dass Koblenz als Einkaufs- und Genussziel klar punktet.
Bewertung des Einzelhandels
Das Einzelhandelsangebot wird größtenteils positiv wahrgenommen: Viele Besucher geben mehr Geld aus und schätzen die Vielfalt der Geschäfte. Dabei fällt auf, dass die Menschen eher kurze Aufenthalte haben, aber dafür häufig die Innenstadt besuchen.
Verbesserungspotenzial
Einige Passanten äußerten den Wunsch nach einer Erweiterung des Angebots in den Bereichen Wohnen und Einrichten sowie Büro- und Schreibwaren. Dies zeigt, dass hier noch Potenzial zur Weiterentwicklung besteht.
Infrastruktur und Mobilität
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein wichtiger Faktor für die Besucher, rund die Hälfte nutzt öffentliche Verkehrsmittel. Koblenz liegt hier im bundesweiten Vergleich vorn. Das Thema Sicherheit könnte jedoch weiter verbessert werden, da es in der Studie lediglich eine befriedigende Bewertung erhielt.
Optimierungspotenzial
Trotz der guten Ergebnisse gibt es Vorschläge zur weiteren Verbesserung: Eine Reduzierung des Autoverkehrs und eine Aufwertung der Fußgängerzonen sowie der öffentlichen Plätze sei wünschenswert. Zudem wäre eine stärkere Begrünung der Stadt und eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung sinnvoll.
Handelsverband Südwest begrüßt positive Entwicklung
„Wir begrüßen die positive Entwicklung und die kontinuierlichen Bemühungen, Koblenz als lebendige, attraktive Innenstadt weiter zu fördern. Ein aktives Leerstandsmanagement, attraktive Freizeitangebote und eine noch bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind zentrale Elemente, um den Einzelhandel und die Gastronomie in der Stadt langfristig zu stärke“, so Dr. Thomas Scherer, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Südwest. „Dabei darf jedoch nicht aus dem Auge verloren werden, dass Koblenz eine Versorgungsfunktion auch für das Umland hat. Eine Erreichbarkeit für den Individualverkehr muss weiterhin gegeben sein, und ist beim Wunsch der Reduzierung des Autoverkehrs zu berücksichtigen.“, so Scherer weiter.
(Text: Pressestelle Handelsverband Südwest/cb; Foto: AdobeStock_259259743)
Die letzten Artikel
Gewährleistung und Garantie: Neue EU-Label werden ab 27. September Pflicht
Ab dem 27. September 2026 müssen Händler zwei neue EU-Label einsetzen, die Kunden über gesetzliche Gewährleistung und freiwillige Herstellergarantien informieren. Die Regelung ist bereits beschlossen, jetzt ist Handeln gefragt. Die EU hat mit der sogenannten EmpCo-Richtlinie zwei neue Kennzeichnungspflichten eingeführt: das Gewährleistungslabel und, unter bestimmten Voraussetzungen, das Garantielabel. Beide sind Teil eines bereits verabschiedeten Gesetzes. Wie die Label genau aussehen müssen, legt eine eigene EU-Verordnung fest. Ab dem Stichtag gilt die Pflicht ohne Übergangsfrist. Zwei Label mit unterschiedlichem Aufwand Das Gewährleistungslabel betrifft praktisch jeden Betrieb, der Waren an Verbraucher verkauft. Es weist auf die gesetzliche Mängelhaftung von mindestens zwei Jahren hin,
HDE kritisiert Pläne für digitale Bonpflicht: „Wortbruch der Politik“
Der Handelsverband Deutschland (HDE) wehrt sich gegen die geplante Einführung einer verpflichtenden digitalen Bonpflicht ab 2028. Der Verband sieht darin eine Abkehr von Zusagen aus dem Koalitionsvertrag und warnt vor teuren Investitionen für Händler. Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung soll der klassische Papierbon zum 1. Januar 2028 wegfallen. An seine Stelle tritt eine verpflichtende elektronische Belegbereitstellung. Für den HDE ist das keine echte Entlastung. Im Koalitionsvertrag war die vollständige Abschaffung der Bonpflicht vereinbart worden, nicht deren Verlagerung auf ein digitales Format. HDE-Steuerexperte Ralph Brügelmann macht deutlich, dass die Belegpflicht damit faktisch bestehen bleibt, nur eben in anderer Form. Für Händler
13. IHK-Branchenforum Handel: Neue Konzepte für Innenstädte im Fokus
Koblenz. Über 250 Vertreter aus Handel, Gastronomie, Kommunen und Politik kamen beim 13. IHK-Branchenforum Handel in der Rhein-Mosel-Halle zusammen, um über die Zukunft der Innenstädte zu sprechen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Handel, Gastronomie, Kultur und Digitalisierung künftig zusammenwirken müssen. Einkaufsort allein reicht nicht mehr. Das machte das 13. IHK-Branchenforum Handel der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz deutlich, zu dem rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungswirtschaft, Kommunen, Stadtmarketing, Politik und Verwaltung in die Rhein-Mosel-Halle kamen. Diskutiert wurde, welche Konzepte Innenstädte künftig als Treffpunkt, Erlebnisraum und Aufenthaltsort tragen können. Veränderte Konsumgewohnheiten und die fortschreitende Digitalisierung

