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13. IHK-Branchenforum Handel: Neue Konzepte für Innenstädte im Fokus

13. IHK-Branchenforum Handel: Neue Konzepte für Innenstädte im Fokus

Veröffentlicht am: 17. August 2026

Koblenz. Über 250 Vertreter aus Handel, Gastronomie, Kommunen und Politik kamen beim 13. IHK-Branchenforum Handel in der Rhein-Mosel-Halle zusammen, um über die Zukunft der Innenstädte zu sprechen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Handel, Gastronomie, Kultur und Digitalisierung künftig zusammenwirken müssen.

Einkaufsort allein reicht nicht mehr. Das machte das 13. IHK-Branchenforum Handel der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz deutlich, zu dem rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungswirtschaft, Kommunen, Stadtmarketing, Politik und Verwaltung in die Rhein-Mosel-Halle kamen. Diskutiert wurde, welche Konzepte Innenstädte künftig als Treffpunkt, Erlebnisraum und Aufenthaltsort tragen können.

     

Veränderte Konsumgewohnheiten und die fortschreitende Digitalisierung setzen die Zentren unter Druck. Gefragt sind laut den Teilnehmern Orte, die Einkaufen, Gastronomie, Kultur und Begegnung verbinden und einen Mehrwert bieten, der über den reinen Einkauf hinausgeht. Wie konkret das aussehen kann, zeigten in diesem Jahr erstmals angebotene Workshops. Die Teilnehmer erhielten praktische Einblicke in die Erstellung von Videos mit Künstlicher Intelligenz, den Aufbau eines eigenen Onlineshops sowie den Einsatz von Storytelling und KI im Kundenmarketing.

IHK-Vizepräsidentin Hildegard Kaefer, Vorsitzende des IHK-Handelsausschusses, betonte zur Eröffnung die Bedeutung des Handels für lebendige Städte und Gemeinden. „Der Handel ist weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er prägt das Gesicht unserer Innenstädte, schafft Begegnungsorte und trägt entscheidend zur Lebensqualität in unseren Kommunen bei“, sagte Kaefer. Mit Blick auf die neue Landesregierung forderte sie mehr Planungssicherheit bei verkaufsoffenen Sonntagen:

„Unsere Innenstädte brauchen attraktive Rahmenbedingungen. Dazu gehören auch rechtssichere verkaufsoffene Sonntage.“

Wirtschaftsminister Michael Ebling hob in seinem Grußwort ebenfalls die Bedeutung des Handels für die wirtschaftliche Entwicklung und die gesellschaftliche Lebendigkeit der Innenstädte in Rheinland-Pfalz hervor. Zugleich verwies er auf die Herausforderungen durch veränderte Kundenbedürfnisse, digitalen Wandel und wachsenden Wettbewerbsdruck.

In den Fachvorträgen von Prof. Dr. Andreas Hesse (Hochschule Koblenz) und Norbert Hegmann (ENSO eCommerce GmbH) ging es um die Erwartungen, die insbesondere jüngere Menschen heute an Innenstädte und Einkaufserlebnisse stellen. Attraktiv werden Zentren dort, wo Handel, Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen und öffentliche Aufenthaltsflächen sinnvoll zusammenspielen. Beide Referenten zeigten zudem, wie digitale und stationäre Angebote zunehmend verschmelzen. Innovative Nahversorgungskonzepte verbinden moderne Technologien mit klassischen Einkaufsmöglichkeiten und eröffnen gerade kleineren Städten und ländlichen Regionen neue Perspektiven.

IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel zog zum Abschluss ein positives Fazit: „Das Branchenforum hat erneut gezeigt, wie groß das Interesse an zukunftsfähigen Konzepten für Handel und Innenstädte ist. Trotz vieler Herausforderungen gibt es zahlreiche innovative Ideen und erfolgreiche Praxisbeispiele. Entscheidend wird sein, die vielen guten Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln und in die Praxis zu bringen.“

Im Rahmen der Veranstaltung würdigte die IHK Koblenz zudem das langjährige ehrenamtliche Engagement von Hildegard Kaefer, die sich seit mehr als 30 Jahren für die Interessen des Handels und der regionalen Wirtschaft einsetzt und die Entwicklung des Handels in der Region maßgeblich mitgeprägt hat.

(Text: IHK Koblenz Pressemitteilung vom 14.08.2026/hv/ks; Bilder: Tino Balle)

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