Handelsverband Südwest beim Mittelstandstag Rheinland-Pfalz 2026 in Idar-Oberstein
Klimatisierte Serverräume statt Diamantschleifereien: Die traditionsreiche Messe Idar-Oberstein stand am 26. August im Zeichen von Algorithmen und Automatisierung. Für den Handelsverband Südwest war Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Scherer vor Ort.
Wer beim Mittelstandstag Rheinland-Pfalz 2026 klassische Vortragspanels erwartet hatte, wurde überrascht. Statt Folienschlachten dominierten Live-Demonstrationen: An mehreren Ständen zeigten Anbieter, wie ihre KI-Systeme in Echtzeit Rechnungen sortieren, Produktionsdaten auswerten oder Kundenanfragen beantworten. Für den Handelsverband Südwest nahm Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Scherer teil und verschaffte sich einen Überblick über Anwendungen, die längst über das Stadium reiner Ankündigungen hinaus sind.
Vom Büro in die Werkshalle
Die Bandbreite der vorgestellten Lösungen reichte von automatisierten Office-Prozessen bis zu KI-gestützter Qualitätskontrolle in der Fertigung. Mehrere Aussteller berichteten von Pilotprojekten mit rheinland-pfälzischen Betrieben, bei denen sich Durchlaufzeiten spürbar verkürzt hätten. Auffällig: Kaum ein Anbieter sprach noch über die Frage, ob sich KI-Einsatz lohnt, diskutiert wurde vor allem, wie sich einzelne Systeme sinnvoll miteinander verzahnen lassen, ohne die IT-Abteilungen kleinerer Betriebe zu überfordern.
Ebling verleiht Arbeitgeberpreis
Den offiziellen Höhepunkt markierte der Abend. Wirtschaftsminister Michael Ebling übergab den Preis „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ an Unternehmen, die es geschafft haben, technologischen Wandel mit spürbar besseren Arbeitsbedingungen zu verbinden. In seiner Ansprache verwies Ebling darauf, dass Digitalisierung und Fachkräftesicherung im Mittelstand kaum noch getrennt zu betrachten seien – ein Befund, der sich mit den Eindrücken vom Nachmittag deckte.
Anschlussfähig für den Handel
Für die Verbandsarbeit lieferte der Tag konkrete Ansatzpunkte. Gerade im inhabergeführten Einzelhandel fehlt vielerorts das Personal, um Warenwirtschaft, Kundenkommunikation oder Personaleinsatzplanung digital neu aufzustellen. Die in Idar-Oberstein gezeigten Lösungen richteten sich explizit auch an kleinere Betriebe mit begrenzten IT-Ressourcen. Dr. Scherer nutzte die Gespräche am Rand der Veranstaltung, um erste Kontakte zu Anbietern zu knüpfen, deren Angebote für Mitgliedsunternehmen des Handelsverbands Südwest interessant werden könnten.
(Text: Handelsverband Südwest e. V./ks; Bilder: Dr. Thomas Scherer)
Die letzten Artikel
Oberlandesgericht Hamm: Haftung für Aussagen eines KI-Chatbots
Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass Unternehmen für unzutreffende Aussagen ihres eingesetzten KI-Chatbots wettbewerbsrechtlich verantwortlich sind. Ein Chatbot ist rechtlich kein Dritter. Fehlerhafte Auskünfte werden dem Betreiber direkt zugerechnet – auch dann, wenn die Trainingsdaten korrekt waren. Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Urteil vom 3. Juni 2026 entschieden, dass Unternehmen für unzutreffende Aussagen ihres eingesetzten KI-Chatbots wettbewerbsrechtlich verantwortlich sind. Nach Auffassung des Gerichts sind die Antworten eines Chatbots dem Betreiber als eigene geschäftliche Handlung zuzurechnen. Das gilt selbst dann, wenn der Chatbot ausschließlich mit korrekten Datensätzen trainiert oder programmiert wurde. Der Chatbot gilt rechtlich nicht als „Dritter“ im Sinne des Gesetzes
Gemeinsam stärker: Aktionen mit Nachbarhändlern organisieren
Wer allein für Laufkundschaft sorgt, hat es oft schwerer als eine ganze Straße oder ein Quartier, das an einem Strang zieht. Gemeinsame Aktionen mit benachbarten Geschäften kosten wenig, bringen aber oft mehr Sichtbarkeit als Einzelmaßnahmen. Warum sich Zusammenarbeit lohnt Kunden, die wegen eines Geschäfts in die Straße kommen, entdecken oft nebenbei weitere Läden, wenn diese sichtbar aufeinander verweisen. Eine gemeinsame Aktion bündelt zudem den Werbeaufwand: Statt dass jeder Betrieb allein Flyer druckt oder Social-Media-Posts erstellt, teilen sich mehrere Geschäfte die Arbeit und die Reichweite. Auch der Handelsverband Deutschland betont, dass lokale Rabattaktionen und gemeinsame Veranstaltungen von Händlern dazu beitragen können, dass
QR-Codes im Schaufenster: Kleiner Aufwand, großer Effekt
Auch außerhalb der Öffnungszeiten kann das Schaufenster arbeiten. Ein QR-Code an der richtigen Stelle verwandelt einen kurzen Blick von draußen in einen digitalen Kontakt, ganz ohne großen technischen Aufwand. Was ein QR-Code im Schaufenster leisten kann Ein QR-Code lässt sich mit wenigen Klicks erstellen und auf nahezu alles verlinken: die eigene Website, das Google-Unternehmensprofil, den Online-Shop, eine Terminbuchung oder den Instagram-Kanal. Kunden, die abends oder sonntags am Laden vorbeigehen, können so trotzdem in Kontakt treten, ohne dass jemand vor Ort sein muss. Wofür sich QR-Codes besonders eignen Verlinkung zum aktuellen Sortiment oder Online-Shop, wenn der Laden geschlossen ist Direkter Link zu


