Handelsverband Südwest knüpft beim Lidl-Weinwettbewerb neuen Kontakt
Bissersheim. Beim Presseevent von Lidl in Deutschland und dem Deutschen Weininstitut (DWI) auf dem Weingut Mussler hat Dr. Thomas Scherer, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Südwest e. V., einen neuen Ansprechpartner beim Discounter kennengelernt. Anlass war die Vorstellung der Siegerweine des Wettbewerbs „Aus Liebe zum deutschen Wein“, die allesamt aus Rheinland-Pfalz stammen.
Netzwerken gehört zu den Aufgaben, die in der Verbandsarbeit selten sichtbar werden und trotzdem viel bewirken. Wer die Interessen des Handels vertreten will, braucht verlässliche Kontakte in die Unternehmen, auch zu den großen Akteuren der Branche. Die Einladung von Lidl und dem DWI nach Bissersheim bot dafür einen passenden Rahmen. Neben Vertretern aus Presse und Weinwirtschaft war auch der Handelsverband Südwest vor Ort.
Dort lernte Dr. Thomas Scherer Thomas Kobold persönlich kennen, der bei Lidl in Deutschland für das Stakeholder Engagement zuständig ist. Die beiden tauschten sich über aktuelle Themen des Handels aus und vereinbarten, das Gespräch fortzusetzen. Kobold ist für den Verband damit künftig ein direkter Ansprechpartner bei einem der größten Lebensmitteleinzelhändler im Verbandsgebiet.
Ein Wettbewerb für den deutschen Wein
Den Rahmen bildete ein Wettbewerb, den Lidl gemeinsam mit dem DWI im Januar ausgeschrieben hatte. Bis Ende Februar konnten sich Weingüter, Genossenschaften und Kellereien bewerben. Mehr als 175 Betriebe reichten 455 Weine aus zehn deutschen Anbaugebieten ein. Lidl begründete die Initiative mit der schwierigen Lage der Branche, den Erzeugern sollte ein verlässlicher Absatzweg im Handel eröffnet werden.
Für die Präsentation hatten die Veranstalter einen Ort gewählt, der selbst zu den Preisträgern gehört. Das Weingut Mussler empfing die Gäste auf seinem Gelände in der Pfalz.
Alle Sieger aus Rheinland-Pfalz
Experten von Lidl und dem DWI trafen eine Vorauswahl, eine Fachjury bestimmte anschließend die Gewinner. Durchgesetzt haben sich:
- Weinhaus Hauck (Rheinhessen) mit der Weißwein-Cuvée „Rocking Rabbit“ auf Basis von Weißburgunder
- DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich (Mosel) mit dem Riesling „Lieblingsheld“
- Johanninger (Rheinhessen) mit der Rosé-Cuvée „JO Weine“
- Weingut Mussler (Pfalz) mit der Rotwein-Cuvée „Cuvée-Liebe“
Für Dr. Scherer war es ein schönes Signal für die Region, dass alle vier Siegerweine aus Rheinland-Pfalz stammen. Die Weine von Hauck, Mussler und Johanninger sollen voraussichtlich ab diesem Herbst bundesweit in allen Lidl-Filialen und im Online-Shop erhältlich sein. Das barrierefreie Weinkonzept des DRK-Sozialwerks wird im Rahmen einer exklusiven Aktion angeboten.
Vorverkostung und Lagebericht
Die Gäste konnten die Siegerweine vor dem Marktstart probieren. Die Auswahl reichte vom fruchtbetonten Weißburgunder mit cremigem Schmelz über den mineralischen Steillagen-Riesling und den Rosé mit Noten von Erdbeere und Johannisbeere bis zum im Holz ausgebauten Rotwein aus der Pfalz.
Außerdem stellte das DWI seinen aktuellen Lagebericht zum deutschen Wein vor und gab Einblick in eine Branche, die mit sinkendem Absatz und hohem Kostendruck zu kämpfen hat.
Warum solche Kontakte für den Handelsverband zählen
Der Handelsverband Südwest vertritt rund 15.000 Handelsunternehmen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, vom inhabergeführten Fachgeschäft bis zum Filialisten. Viele Anliegen lassen sich leichter klären, wenn man die richtigen Gesprächspartner kennt. Das gilt gegenüber Politik und Verwaltung ebenso wie gegenüber großen Handelsunternehmen, deren Entscheidungen oft auch die Rahmenbedingungen für kleinere Betriebe in der Region prägen.
Termine wie der in Bissersheim sind deshalb mehr als ein geselliger Anlass. Sie geben dem Verband die Möglichkeit, den Handel aus dem Südwesten sichtbar zu vertreten und Verbindungen aufzubauen, auf die er bei Bedarf zurückgreifen kann. Mit Thomas Kobold hat der Handelsverband Südwest nun einen aktiven Gesprächspartner bei Lidl, mit dem er die vielfältigen Themen des Handels gemeinsam angehen will.
(Text: hv/ks; Quelle: Lidl in Deutschland, Deutsches Weininstitut; Bilder: Lidl, © Kristof Poggel Fotografie)
Die letzten Artikel
Fußverkehrs-Check Speyer: Stadt lädt Bürger und Handel zu zwei Begehungen ein
Speyer. Wie sicher, komfortabel und barrierefrei sind die Wege für Fußgänger in Speyer? Dieser Frage geht die Stadt im Rahmen des Fußverkehrs-Checks 2026 nach. Bei zwei öffentlichen Begehungen am 22. und 24. Juni können Bürger ihre Erfahrungen und Hinweise direkt einbringen. Anmeldung bis 18. Juni. Gut zu Fuß, gut für den Handel Speyer gehört zu den zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr am Fußverkehrs-Check des Landes teilnehmen. Das Programm steht unter dem Motto „Gut zu Fuß in meiner Stadt“ und wird vollständig vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau im Rahmen des Schwerpunkts „Innenstädte der Zukunft“ finanziert. Den
Juwelier Lehmann in Landau: 135 Jahre Tradition und Leidenschaft für Schmuck und Uhren
Seit 1891 steht der Name Lehmann für Goldschmiedekunst und feinen Schmuck – heute führt Vera Lehmann das Traditionshaus in Landau bereits in vierter Generation. Die Geschichte von Juwelier Lehmann beginnt im Mai 1891, als Goldschmiedemeister Hermann Lehmann in der Langestraße in Waldkirch im Breisgau ein Schmuck- und Uhrenfachgeschäft mit eigener Goldschmiedewerkstatt eröffnet. Was als bescheidener Laden für Schmuck, Uhren und Goldarbeiten begann, legte den Grundstein für eine bemerkenswerte Familiengeschichte, die bis heute andauert. In den frühen 1930er Jahren übernahm Artur Fritz Lehmann, Neffe des Gründers und selbst gelernter Goldschmied, gemeinsam mit seiner Ehefrau Auguste das Geschäft. Artur Fritz hatte seine Gesellenprüfung
FOC Montabaur: Koblenz verzichtet auf Klage gegen die Erweiterung
Bild: Großer Markt in Montabaur Das Factory Outlet Center in Montabaur darf seine Verkaufsfläche von 10.000 auf knapp 20.000 Quadratmeter verdoppeln. Die Stadt Koblenz hat sich nach jahrelangem Widerstand nun entschieden, nicht gegen den Bebauungsplan zu klagen. Die Erfolgsaussichten seien zu gering. Für den Einzelhandel in der Region bleibt damit eine zentrale Frage offen: Wer schützt die Innenstädte vor immer größeren Vorhaben auf der grünen Wiese? Was ist passiert? Der Koblenzer Stadtrat hat Ende Mai 2026 mehrheitlich beschlossen, auf eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan für die FOC-Erweiterung zu verzichten. Nur die Fraktionen von CDU und Freien Wählern stimmten für eine Klage.





