Aufklärungskampagne 2026 • Dropshipping

Der ehrlichste Shop der Welt

Tarifrunde Einzelhandel RLP: Arbeitgeber strecken den Arm aus – ver.di lehnt ab

Tarifrunde Einzelhandel RLP: Arbeitgeber strecken den Arm aus – ver.di lehnt ab

Veröffentlicht am: 13. Mai 2026Kategorien: HVSUEW, Mitglieder, Pfalz, Politik, Rheinland-Pfalz, Top News

Mainz, v.l.n.r.: Dr. Nelly Gerig, Dr. Thomas Scherer, Monika Di Silvestre, Stefan Prinz 

In der zweiten Runde der Entgelttarifverhandlungen für den Einzelhandel in Rheinland-Pfalz haben die Arbeitgeber heute in Mainz ein konkretes Angebot vorgelegt. Die ver.di-Arbeitnehmerkommission wies es als unzureichend zurück.

Ein Angebot mit klarer Botschaft

Die Arbeitgeberseite bietet eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent in zwei Stufen an – bei einer Laufzeit von 24 Monaten: 2 Prozent ab dem 1. November 2026, weitere 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027. Gleiches gilt für den Tarifvertrag Warenverräumung sowie für die Ausbildungsvergütungen, die entsprechend angepasst werden.

Verhandlungsführerin Dr. Nelly Gerig machte die Rahmenbedingungen deutlich: „Die Spielräume in dieser Tarifrunde sind denkbar eng. Das Angebot, das wir heute vorlegen, geht für viele Betriebe an die absolute Grenze des Verkraftbaren. Aber wir wollen eine Einigung, und mit diesem Ziel haben wir heute den Arm ausgestreckt.“

Branche in der Krise – Zahlen sprechen eine klare Sprache

Der Kontext, in dem dieses Angebot entstand, ist ernst: Seit 2022 sind bundesweit mehr als 60.000 Arbeitsplätze im Einzelhandel weggefallen. Die Konsumlaune befindet sich auf einem Tiefpunkt, Insolvenzen und Ladenschließungen erreichen Rekordstände. Gleichzeitig sind die Tariflöhne im Einzelhandel seit 2023 bereits um 14 Prozent gestiegen – bei einem Reallohngewinn von 2,7 Prozent. Steigende Sozialabgaben und geopolitische Unsicherheiten erhöhen den Druck auf die Unternehmen zusätzlich.

„Wer jetzt maximalen Druck macht, riskiert, dass am Ende weniger Beschäftigte übrig bleiben, für die er verhandelt“, so Dr. Gerig.

Nächste Runde am 22. Juni

Der Handelsverband Rheinland-Pfalz vertritt rund 12.000 Unternehmen mit insgesamt 150.000 Beschäftigten im Handel des Landes. Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Scherer begleitet die Verhandlungen als Mitglied der Arbeitgeberkommission. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. Juni 2026 statt.

(Text: Handelsverband Südwest e. V./hv/ks; Foto: Handelsverband Südwest e. V.)

Die letzten Artikel

Tarifrunde Einzelhandel RLP: Arbeitgeber strecken den Arm aus – ver.di lehnt ab

13. Mai 2026|HVSUEW, Mitglieder, Pfalz, Politik, Rheinland-Pfalz, Top News|

Mainz, v.l.n.r.: Dr. Nelly Gerig, Dr. Thomas Scherer, Monika Di Silvestre, Stefan Prinz  In der zweiten Runde der Entgelttarifverhandlungen für den Einzelhandel in Rheinland-Pfalz haben die Arbeitgeber heute in Mainz ein konkretes Angebot vorgelegt. Die ver.di-Arbeitnehmerkommission wies es als unzureichend zurück. Ein Angebot mit klarer Botschaft Die Arbeitgeberseite bietet eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von insgesamt 3,5 Prozent in zwei Stufen an – bei einer Laufzeit von 24 Monaten: 2 Prozent ab dem 1. November 2026, weitere 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027. Gleiches gilt für den Tarifvertrag Warenverräumung sowie für die Ausbildungsvergütungen, die entsprechend angepasst werden. Verhandlungsführerin Dr. Nelly Gerig

HDE-Konsumbarometer Mai 2026: Verbraucherstimmung setzt Talfahrt fort

7. Mai 2026|HVSUEW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Top News|

Die Verbraucherstimmung in Deutschland befindet sich weiter im Abwärtstrend und sinkt auf den niedrigsten Wert seit über drei Jahren. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Für den Mai ist damit der stärkste Rückgang seit Januar 2024 und der tiefste Stand seit Februar 2023 zu verzeichnen. Pessimismus auf breiter Front Vor allem zwei Faktoren trüben die Stimmung deutlich ein: steigende Preise und wachsende Sorgen um eine schwache Konjunktur. Die Verbraucher blicken so pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung wie seit Januar 2023 nicht mehr. Die Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den

Inflation in Rheinland-Pfalz: Was Händler jetzt wissen müssen

29. April 2026|Fakten, HVSUEW, Pfalz, Rheinland-Pfalz, Top News|

Die Preise steigen weiter, aber langsamer. Die Inflationsrate in Rheinland-Pfalz lag im April 2026 bei 2,7 Prozent. Im März waren es noch 2,9 Prozent. Eine leichte Entspannung, aber kein Grund zur Entwarnung. Was teurer wurde Kraftstoff +24,2 % Heizöl +23,2 % Schokolade & Riegel +18,5 % Rind- und Kalbfleisch +9 % Verkehr insgesamt +7 % Zucker, Marmelade, Süßwaren +7,8 % Der Haupttreiber: Energie. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus halten die Mineralölpreise hoch. Was günstiger wurde Butter –23,3 % Quark –20 % Speiseöle –11,6 % Strom –5,6 % Wer im Lebensmittelhandel tätig ist, kann hier gezielt mit

Nach oben