Erfolgreicher Berufsstart durch geförderte Ausbildung
Agentur für Arbeit Montabaur kann noch 747 offene Lehrstellen vermitteln. Elmar Wagner, Chef der Arbeitsagentur Montabaur, wirbt dafür Förderangebote in Anspruch zu nehmen.
Der Sommer neigt sich so langsam dem Ende. Für viele Jugendliche bedeutet das der Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Die berufliche Ausbildung wird dabei für Schulabgänger immer attraktiver. Eine wachsende Zahl von Abiturienten entscheiden sich nach der Schule eine Ausbildung zu starten.
Eine Ausbildung bietet interessierten Jugendlichen den Start ins Erwerbsleben und Unternehmen die Möglichkeit ihr Team mit neuen Fachkräften auszustatten.
Doch es ist längst nicht allen Betrieben gelungen, die dringend benötigten Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit Montabaur gibt es noch 747 offene Lehrstellen. Dabei stehen auf der anderen Seite 316 Bewerber, die weiter auf der Suche sind.
„Die Chancen für einen erfolgreichen Berufsstart sind so gut wie nie, und er kann auch in den kommenden Wochen noch gelingen“, sagte Elmar Wagner, Chef der Arbeitsagentur Montabaur. „Allerdings profitieren nicht alle jungen Menschen in gleichem Maß von dieser günstigen Marktlage.“
Wieso das so ist, hat, so Wagner, mehrere Gründe:
So gibt es immer noch viele Jugendliche, die keinen Schulabschluss haben, sich arbeitslos melden oder sich mit Helferjobs über Wasser halten. Zudem gibt es auch welche, die eine falsche Wahl treffen und, oft erst nach geraumer Zeit, ihre Ausbildung oder ihr Studium abbrechen. Aber auch einige, die durch persönliche Probleme ausgebremst werden.
„Mehr denn je gilt: Niemand darf verloren gehen“, betonte Wagner. „Für die Jugendlichen ist eine solide Qualifikation wichtig, um im (Berufs)Leben zu bestehen. Und die Unternehmen brauchen neue Fachkräfte, um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.“
Wer jetzt ausbildet, sichert durch die Fachkräfte langfristig die Existenz seines Unternehmens. Die Betriebe sind sich dem bewusst. Seit Beginn des statistischen Berichtsjahres im Oktober 2022 haben die Betriebe der Arbeitsagentur 2.179 Lehrstellen gemeldet. Das sind 187 mehr als im Vergleichszeitraum 2021/2022, das ist ein Plus von 9,4 Prozent.
Zugleich wurden 1.943 Bewerber gezählt, wir haben hier ein Plus von 186 Personen bzw. 10,6 Prozent.
Wagner sieht hier den großen Einfluss der Berufsberatung.
Die Aufgabe der Arbeitsagentur sieht er immer stärker darin, auch schwächeren Kandidaten unter die Arme zu greifen, damit auch sie ihren Weg finden.
Er wirbt daher, auch im Interesse der Unternehmen, folgende Förderangebote in Anspruch zu nehmen. Hier ein kleiner Überblick:
– Assistierte Ausbildung (AsA): hilft jungen Menschen den passenden Ausbildungsplatz zu finden und zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Inkludiert sind hier unter anderem Stütz- und Förderunterricht, um z. B. Sprach- und Bildungsdefizite abzubauen.
– Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB): hilft nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen den Beruf zu finden, der zu ihnen passt. Sie lernen unterschiedliche Berufsfelder und Betriebe kennen und können so herausfinden was zu ihnen passt.
– Einstiegsqualifizierung (EQ): ist ein Langzeitpraktikum mit Sozialversicherungspflicht. Ziel ist es jungen Leuten mit Vermittlungshemmnissen eine Brücke in eine betriebliche Berufsausbildung zu ermöglichen.
– Außerbetriebliche Berufsausbildung (BaE): Wenn auch mit Förderung eine Ausbildung nicht möglich ist, kann eine BaE bei einem Bildungsträger absolviert werden. Entweder in dessen Werkstätten oder bei einem anerkannten Ausbildungsbetrieb. Ziel ist ein möglichst schneller Übergang in eine reguläre Ausbildung.
Interessierte können sich hier bei Fragen bei der Berufsberatung melden oder direkt die folgende Hotline: 02602 123222 in Montabaur wählen.
Unternehmen können sich beim Arbeitgeber-Service kostenlos über: 0800 4 5555 20 melden.
Quelle:
Bundesagentur für Arbeit (BA)
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg
21.09.23
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